
Kobalt ist eines der entscheidenden kritischen Mineralien für die Energiewende, das in Batterien für Elektrofahrzeuge, Smartphones und Hochleistungselektronik verwendet wird. Daten, die von der Internationalen Energieagentur (IEA) veröffentlicht wurden, zeigen sehr unterschiedliche Dynamiken zwischen denen, die dieses strategische Metall abbauen, und denen, die es veredeln.
Abbau: Das Gewicht der Demokratischen Republik Kongo
Im Jahr 2023 lieferte die Demokratische Republik Kongo (DRK) 157 kt Kobalt, was etwa 70 % der weltweiten Produktion ausmacht. Diese Zahl wird bis 2030 (215 kt) dominant bleiben und 2040 (135 kt) immer noch bedeutend sein, obwohl sie abnimmt. Im Gegensatz dazu werden Länder wie Russland (8 kt) und Australien (8 bis 5 kt) eine marginale Rolle spielen, ebenso wie Indonesien und der „Rest der Welt“.
Veredelung: China im Zentrum
Im Jahr 2023 veredelte China 172 kt Kobalt, mit Prognosen, die bis 2030 auf 231 kt und bis 2040 auf 228 kt steigen. Das entspricht fast 50 % der prognostizierten weltweiten Kapazität. Andere Länder wie Kanada, Finnland, Indonesien, Japan und der „Rest der Welt“ bleiben weit zurück und liegen zwischen 4 und 33 kt.
Eine unausgeglichene Welt
Der Vergleich zwischen Abbau und Veredelung zeigt einen entscheidenden Punkt: Wer die Kobaltverarbeitung kontrolliert, kontrolliert die Wertschöpfungskette. Die DRK dominiert die Minen, aber China übernimmt die Transformation—mit tiefgreifenden geopolitischen und industriellen Implikationen.
Fazit
Kobalt wird eines der entscheidenden Rohstoffe des 21. Jahrhunderts sein. Sein Abbau bleibt afrikanisch, aber seine Veredelung ist asiatisch. Dieses Ungleichgewicht erfordert diversifizierte Lieferketten und eine stärkere strategische Autonomie, insbesondere für Europa und die Vereinigten Staaten.

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